Über mich
Woher ich komme
Geboren bin ich in Frankfurt-Höchst. Meine Familie kommt ursprünglich aus dem ehemaligen Jugoslawien. Meine Großeltern sind als klassische Gastarbeiter-Familie hergekommen. Das Ziel: arbeiten, Geld verdienen, irgendwann zurückgehen. Draus geworden ist es nie. Nach der Arbeit sind sie einfach hiergeblieben. In Frankfurt-Nied ist mein Papa großgeworden. Im selben Gebäude bin später auch ich mit meiner Familie aufgewachsen.
Aufgewachsen
Als Kind war ich eher der ruhige Typ, der viel Zeit vor Nintendo 64, Nintendo DS und selbstgebauten PCs verbracht hat. Richtig gepackt hat mich zuerst Minecraft, wirklich stundenlang, Tag für Tag. Mein YouTube-Vorbild war Gronkh, ganz am Anfang mit seiner Skybase, das waren Zeiten. Über die E-Mail-Adresse meiner Mutter hab ich mir sogar meinen ersten eigenen YouTube-Kanal angelegt: xxdavecraftxx. Später kam auch noch Unge dazu. Mein erstes Longboard hab ich mir bei der Longboard Tour gegönnt. Als ich dann zu League of Legends gewechselt bin, wurde aus xxdavecraftxx der Kanal rivenbang3r. Nachdem mein kleiner Bruder geboren wurde, sind wir in den Taunus gezogen. Dort hab ich dann auch mein Abi an der Friedrich-Dessauer-Schule in Höchst gemacht.
Der Wendepunkt
Frisch im Taunus hab ich über einen Freund den Weg ins duale Studium an der Provadis Hochschule im Industriepark Höchst gefunden. Bachelor und direkt danach Master.
Durch den Umzug und meine damalige Freundin durfte ich Dorfleben erleben. Dorffeste, ein ganz anderes Lebensgefühl. Da hat sich auch meine Liebe für Mechanik, Autos und Motorräder entwickelt. Dafür muss ich auch einem guten Freund danken, dem Niki, dem Bruder meiner damaligen Ex. Er hat mir das Schrauben beigebracht. Bis heute haben wir Kontakt.
In der Zeit bin ich auch richtig aufgegangen. In der Wohnung im Hochhaus in Frankfurt-Höchst hab ich nie Freunde eingeladen. Sobald es dann ins Haus ging, war das anders. Ich hab angefangen Leute einzuladen und wir sind öfter zusammen raus gegangen. Leben offline gefeiert statt nur online gehockt.
Gezockt hab ich trotzdem noch bis zum Ende des Bachelors. Irgendwo dazwischen hab ich dann aber komplett aufgehört zu zocken. Von heute auf morgen. Stattdessen Fokus aufs Gym.
Beruflich heute
Nach dem Master dachte ich, der Weg geht klar Richtung Projektleitung. Parallel ist mein Social Media eher nebenbei durch die Decke gegangen. Und ich hab tatsächlich eine Projektleiter-Rolle bei einem Vertriebsunternehmen bekommen. Erfüllt hat mich das aber nicht.
Vorher war ich bei einem Projekt bei der IHK GfI. Fast komplett remote, nur ab und an vor Ort in Dortmund, vielleicht einmal im Monat.
Besonders gestört hat mich: auf einmal musste ich mindestens drei Tage vor Ort sein. Zwei Stunden am Tag nur fürs Pendeln. Die Benzinkosten musste ich selbst tragen. Parken am Frankfurter Hbf eine Katastrophe. Im Winter musste ich auf die Bahn ausweichen, auch keine Freude. Verpflegung vor Ort auf einmal aus eigener Tasche. Das war schon deutlich mehr Belastung. Gehalt blieb gleich. Zeit für Instagram, das gerade erst aufgelebt ist und mich richtig erfüllt hat, wurde immer weniger. Stattdessen musste ich mehr Zeit in Dinge stecken, die mich nicht erfüllen. Für weniger unterm Strich.
Gerade weil man unterschwellig gemerkt hat: als angehende Führungskraft sollst du früher kommen als alle anderen und später gehen als alle anderen. Da gab's schon komische Blicke, wenn man mal früher gegangen ist. Man musste sich irgendwie verstellen. Und genau das mag ich absolut nicht: mich verhalten wie jemand, der ich nicht bin.
Deadlines hinterherrennen, selten ein Ergebnis, das man wirklich anfassen kann, kein Flow State. IT macht mir immer noch Spaß. Nur eben nicht mehr so wie früher. Einen Schritt zurück will ich trotzdem nicht gehen.
Was als Nächstes kommt
Für mich stand fest: ich muss was anderes machen. Naheliegend wäre etwas im gleichen Bereich gewesen. Aber zurück als BA oder Entwickler wollte ich nicht. Und für die Selbständigkeit war es mir irgendwie zu wenig Leidenschaft.
Und sonst kam mir auch in den Kopf: alles auf eine Karte, Social Media. Ich hab's geschafft, damit viele Leute zu erreichen. Aber mit Familie stell ich mir das schwer vor. Immer sichtbar sein. Für die Familie irgendwie doof. Und man ist dann gezwungen, Content zu machen. Das verliert so ein bisschen seinen Charme. Gerade wenn man Sponsoren hat, die was gepostet haben wollen. Ich will das als meinen Space haben. Wo ich machen kann, was ich will.
Also hab ich viel gegrübelt. Pilot war schon als Kind mal ein Traum von mir. Ich hatte damals aber gedacht, es ist doof, wenn der Vater nicht da ist, immer mal weg. Und dann dachte ich auf einmal: was für ein Quatsch. Als Pilot ist man wenigstens mental immer da, wenn man da ist. Im Büro hat man den Stress Montag bis Freitag: Meetings, PowerPoint-Präsentationen, Deadlines, E-Mails, Teams-Nachrichten, überall erreichbar und nie richtig Zeit. Das nimmt man dann noch mit ins Wochenende. Oder man wird im Feierabend per Teams angerufen.
Als Pilot ist man vielleicht ein paar Tage am Stück weg. Aber dann volle Tage frei, erreichbar, wenn man ausgeruht ist. Und man lebt seine Leidenschaft. Deswegen hab ich im Mai 2026 gesagt: ich probier mal, wie es ist, hinterm Steuer eines Fliegers zu sitzen. Und im ersten Moment war's schon um mich geschehen.
Ich durfte abheben und in der Luft so ziemlich alles selbst machen, nur landen nicht. Danke an dieser Stelle an Mario, den Condor-Piloten, der mir diese Gelegenheit gegeben hat. Es hat so viel Spaß gemacht, dass ich mir gut vorstellen kann, Berufspilot zu werden. Klare Prozesse von A nach B, die Begeisterung für die Technik, die Nähe zu Menschen. Aber ohne endlose E-Mails oder Teams-Nachrichten, dafür mit einem Lifestyle, der sich gut mit Instagram verträgt. I keep you posted.
Familie geht bei mir vor allem anderen
So sehr ich an Autos, Motorrädern und dem nächsten Projekt hänge: Meine Familie steht bei mir ganz oben. Egal wie voll der Kalender ist, dafür ist immer Zeit. Genau diese Momente sind es auch, die auf meinem Kanal am meisten ankommen. Mehr als jede Fahrszene.